Chronik

Der Ort wird als "Beranthorpe" erstmals um 860 als Besitzung des Klosters Corvey genannt. Aber auch 1070 müssen noch Abgaben an Corvey geleistet werden. Der Ort erscheint 1194 als Vorwerk des Klosters Flechtdorf. Nach 1200 kommt Berndorf in das Herrschaftsgebiet der Grafen von Schwalenberg, den späteren Waldecker Grafen. Um 1350 gab es in Berndorf bereits mehrere Mühlen. 1537 werden die Obere, Mittlere, Niedere und die Walkemühle genannt. Der sogenannte "Mönchshof" gibt 1537 sogenannte Fruchtabgaben an das Kloster Netze ab. Ab 1833 erfolgte die Ablösung von Diensten, den Zehnten, Abgaben und Lehnsrechten. 1850 erhält der Ort die kommunale Selbstverwaltung.


Kurzreferat von Rolf Dornseif im Anschluss an den Gottesdienst am 28.02.10 im evangelischen Gemeindehaus Berndorf
Twistetal-Berndorf Im Anschluss an den Gottesdienst im evangelischen Gemeindehaus Berndorf nutzte der 1. Vorsitzende des Heimat und Kulturverein Berndorf die ihm gebotene Möglichkeit zu einem geschichtlichen Rückblick Berndorfs Vor 50 Zuhörern fasste Rolf Dornseif, im Ausblick auf das im Juni zu feiernde Dorfjubiläum, die Entwicklung des Ortes in einem Kurzreferat zusammen.
So begann die Geschichte und Entwicklung des Dorfes vermutlich schon in der Steinzeit, denn man fand 1930 zwei Steinbeile in der Berndorfer Gemarkung. Jedoch geht die erste offizielle Erwähnung von Berndorf auf Aufzeichnungen des Klosters Corvey (bei Höxter) um 860 zurück. Die jetzige Kreisstadt Korbach wird im Vergleich hierzu, erstmalig 120 Jahre später, also um 980 erwähnt.
Als ein weiterer Höhepunkt in der Berndorfer Vergangenheit, erwähnt Dornseif die 1100 erbaute Kirche im Ort. Weitere 445 Jahre später, im Jahre 1545 gibt es in Berndorf 43 Wohnhäuser. 1593 wurde dann eine Glocke für die Kirche gegossen. Jedoch ging auch das kirchliche und weltliche Leben nicht an dem Ort vorbei. So erlebte Berndorf viele Kriege und auch räuberische Überfälle in den vergangenen Jahrhunderten. Selbst die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert machte vor Berndorf nicht halt. Auch bei vielen Unwettern in den vergangenen Jahrhunderten verloren Berndorfer ihr Leben. Aber trotz allem Leid und Schmerz entwickelte sich Berndorf stets weiter, wurde größer und bedeutender.
Mit der Elektrifizierung Anfang 1900 hielt auch, nach für nach, die Industrialisierung im Ort Einzug. Die Entwicklung und Ereignisse verliefen noch rasanter von statten. Auch die kulturellen Veranstaltungen verliefen noch schneller und in kürzeren Abständen und man könnte sagen, sie überschlugen sich fast. Nicht zuletzt hierdurch wuchs Berndorf zu dem größten Ort in der Gemeinde und wird am 26. und 27. Juni mit allen Berndorfern aus nah und fern sowie vielen Gästen gemeinsam zum "1150 jährigen Dorfjubiläum" auf seine lange Vergangenheit zurück blicken.